AKTUELL

YASMINA REZA „BELLA FIGURA“ ,

THEATER PFORZHEIM  Premiere 2.11.19

Regie : Hannes Hametner , Kostüme : Nicola Stahl

Turbulente Gesellschaftskomödie über ein Seitensprung-Dinner mit ungeahnten Folgen.Eigentlich hatte Boris mit seiner Geliebten Andrea ein Seitensprung-Dinner inklusive Hotelbesuch im Sinn. Doch dann erwähnt er im Auto, dass ihm das Restaurant von seiner Frau empfohlen wurde. Eine kleine Unbedachtheit mit großer Wirkung. Andrea ist erbost. Im Eifer der Diskussion fährt Boris eine ältere Dame an. Sie entpuppt sich als Schwiegermutter von Françoise, der besten Freundin von Boris‘ Ehefrau. Rasch ist Françoise mit ihrem Ehemann Eric zur Stelle. Mit boshaftem Hintersinn schlägt Andrea vor, gemeinsam zu Abend zu essen. Ein turbulenter Abend steht bevor, an dem Boris´ Fassade als geschäftstüchtiger Unternehmer und liebender Ehemann bröckelt.

Mit dem Stück „Kunst“, das auch am Theater Pforzheim zu sehen war, landete die französische Dramatikerin Yasmina Reza einen Welterfolg. Über die Uraufführung ihres Stückes „Bella Figura“ 2015 an der Berliner Schaubühne schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): „Die Hölle sind nicht die anderen, die Hölle sind wir selbst – schon im Fegefeuer. Das alles in einer Sprache eleganter Beiläufigkeit, die das Wichtige und Tiefe an der Oberfläche unterbringt, von wo aus die Worte den Figuren davonlaufen, ihnen eine Nase drehen und ihnen dann wieder ins Hirn springen. Und so erweist sich Yasmina Reza wieder als große Paar-Dramatikerin, die witzigste, die wir haben.“

JULIE  MAJ JAKOBSEN „DAS ABENDLAND“ (AFTENLANDET) ,Deutsche Erstaufführung

THEATER  VORPOMMERN Premiere 21.03.20 in Stralsund

Regie : Dirk Löschner

Eine Autobahn-Cafeteria irgendwo an einer Grenze in Europa. Ein lesbisches Paar ist mit seinen Zwillingsmädchen auf Bildungsreise. Ein belgisches Ehepaar auf dem Weg nach Schweden, um das neugeborene Enkelkind zu besuchen. Ein lettischer LKW-Fahrer hat angehalten, um auf die Toilette zu gehen. Ein Geschäftsmann auf dem Weg nach Berlin will Kaffee trinken. Plötzlich steht eine syrische Frau im Raum, und draußen auf dem Parkplatz sammeln sich immer mehr Flüchtlinge. Die Türen werden geschlossen, um den Flüchtlingsstrom draußen zu halten und die Cafeteria wird zum Schauplatz für ein existenzielles Drama darüber, wohin sich Europa bewegt. Julie Maj Jakobsen wurde für ihr Stuck als beste Dramatikerin des Jahres 2018 in Dänemark ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „Das Abendland vereint Poesie, Verzweiflung, Gewalt, Mitgefühl, Angst und Ohnmacht in der Konfrontation zwischen uns auf der richtigen Seite der Glastüren und den Flüchtlingen, die draußen auf der anderen Seite stehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Bühnenbild und Kostüm